|
Sicherungsknoten
Zum Sichern des Kletterpartners finden heutzutage zunehmend “halbautomatische” Sicherungsgeräte, wie z.B. GriGri Anwendung, oder aber auch der Abseilachter. Gerade diese “halbautomatischen” Sicherungsgeräte erfreuen sich immer steigender Beliebtheit. Es scheint geradezu “in” zu sein, ein solch cooles und in allen Elox-Farben glitzerndes Wunderding an seinem Gurt baumeln zu haben. Umso erschreckender ist hierbei der Umstand, daß nur etwa 10 bis 20 % der Anwender diese Geräte, speziell das GriGri, richtig bedienen können !!! Gerade in letzter Zeit häufen sich Unfälle mit solchen Geräten, da diese häufig eine Sicherheit vorgaukeln, die nicht gegeben ist, wenn man damit nicht ausgiebig übt - “proper training is essential before use”. Ach wenn´s doch bloss nicht so anstrengend und kompliziert wäre...
Eine ganz einfache und extrem vielseitige Sicherungsmethode hat nun schon seit Jahrzehnten Bestand:
Die Halbmastwurf - Sicherung - HMS
Sie eignet sich zum Sichern eines Vorsteigers oder eines Nachsteigers (Mehrseillängentouren) gleichermaßen wie beim Topropeklettern. Außerdem ist sie bedingt (nur als Notbehelf) geeignet, wenn man beim Abseilen den Abseilachter vergessen oder verloren hat. Richtig durchgeführt verursacht die HMS kaum Krangel im Seil und hat eine hohe Bremswirkung, die dennoch dynamisch wirkt, d.h. ein Sturz wird “weich” abgefangen, Vorsteiger und Material (Sicherungskette) werden geschont. HINWEIS: Wie die meisten Sicherungsmethoden ist auch diese nicht ganz unkompliziert und birgt ihre Tücken und sollte daher am Besten in einem Kletterkurs erlernt werden.
|